Sprectra AD - Alkoholmarker im Test

Sprectra AD - Alkoholmarker im Test

Mein erstes Bild mit Marker

nach über 10 Jahren - wenn ich damals hätte mit dem Mindset von heute an die Sache gegangen wäre - es hätte gut werden können.

In meinem Modedesign Studium musste ich schon mit Alkoholmarkern malen - ja, richtig gelesen, ich musste. Ab dem zweiten Jahr sollten wir “professionell” arbeiten. Davor war alles erlaubt gewesen - Aquarell, Gouache, Buntstifte…

Sicherlich, wenn man im Design arbeitet und schnell zu Entwürfen kommen muss, dann sind die Marker super praktisch, weil quasi sofort trocken. Und richtige Könner zaubern damit weich fließende Übergänge wie in einem Aquarell - nur leider war ich kein Könner. Das lag aber auch an der Holzhammer Methode, mit der diese Marker eingeführt wurden. Von jetzt auf gleich durfte ich nichts mehr mit Aquarell entwerfen, sondern musste auf die Marker zurück greifen. Die Starter Farbpalette wurde von der Dozentin erst einmal vorgegeben - bei den Preisen der Marker war ich dann erst einmal das Essensgeld für 2 Wochen los. Und hatte nicht mal die nachfüllbare Variante der Copic Marker gekauft.

Dazu kam - die Farbpalette war nicht meins. Auch durch vielfaches Layern habe ich nie die Farbtöne bekommen, die ich brauchte. Übergänge sahen nie gut aus. Eigentlich sah alles aus wie ein Ausmalbuch von einem frustrierten Kind aus gekritzelt - nur der Ausdruck fehlte. Heute muss ich sagen - die Marker hatten auch niemals nur den Hauch einer Chance bei mir, weil ich mich innerlich gesperrt habe.

Die Upcrate 37 kam also zur rechten Zeit

Ich habe die Boxen ja unter anderem auch, um mich mal aus der Komfortzone zu holen - also here we go. Enthalten in der 37 waren:

  • Spectra ad doppelseitige Alkoholmarker in Strohgelb, Pink Beige, Gelber Ocker, Arktisblau, Columbianisch Blau und Frühlingsgrün

  • ein Marvy Uchida Fineliner in Schwarz, Stärke 0,3

  • ein Marvy Le Plume Stift in weiß mit opaker Tinte

  • 3 Bruynzeel Design Buntstifte in Gelber Ocker, Dunkel Violett und Sanguine

  • ein A5 Karton Bristol Zeichenkarton Block mit 15 Blatt von SMLT Art

Die Spectra ad Marker sind dabei den Copix preislich deutlich unter den beiden nachfüllbaren Varianten Copic classic und Copic sketch. Von der Form ähneln sie einer eckigen Variante der Sketch Marker - dies finde ich sehr gut, wo sie hingelegt werden, da bleiben sie auch. Ja, ich weiß, die runden Marker von Copic haben Nasen an der Kappe, die das Wegrollen verhindern sollen - eckig rollt aber definitiv noch schlechter. Trotz der Form liegen sie gut in der Hand. Die flache Seite ist mit einem grauen Rand markiert, so dass man auf den ersten Blick sieht, welche Seite man öffnen muss. Da sie nachfüllbar und in der Erstanschaffung günstiger sind, würde ich sie den Copic vorziehen.

Der Fineliner und der Tintestift waren Klasse - der Fineliner übertrifft aus meiner Sicht sogar meine geliebten Pigma Mignon Fineliner. Die Bruynzeel Buntstifte geben gut Pigment ab, bleiben jedoch hinter Premium Stiften wie Polychromos, Luminance oder Prismalcolor zurück. Die Spitzen finde ich etwas spröde, sehr stark gespitzt blätterte schnell etwas ab. Sie malen jedoch ziemlich gut.

Das Papier - es ist Bristol Karton. Wer meine Artikelbeschreibungen aufmerksam liest, wird sehen, dass ich meine Porträts auf diesem Papier zeichne. Die Qualität war sehr überzeugend - allerdings ist das kein Marker Papier. Es ist dick genug, einige Layer der Marker auszuhalten, jedoch nicht das Optimum.

Anbei ein weiterführendes Video, in dem ich die Box auspacke und die Materialien teste. Schreibt mir mal Eure Erfahrungen mit Alkohol Markern oder den anderen Materialien habt.

Kreative Grüße,

Sabrina

 

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